Berner Fachhochschule baut Plattform für die Smart City

Berner Fachhochschule baut Plattform für die Smart City

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Teaserbild-Quelle: Bild: Screenshot cpaas.bfh.ch

Die digitale Gesellschaft bringt starke Veränderungen mit sich, insbesondere im urbanen Umfeld. Um diese Herausforderungen anzugehen und positiv zu gestalten, ist im Juli 2016 das Forschungsprojekt «CPaaS.io» (City Platform-as-a-Service – integrated and open) gestartet. Dieses Kollaborationsprojekt zwischen Europa und Japan hat zum Ziel, Städten eine offene Cloud-basierte urbane Dateninfrastruktur zur Verfügung zu stellen, welche eine wichtige Grundlage zur Entwicklung zu einer Smart City darstellt.

Die Plattform verknüpft Technologien des Internets der Dinge, Big Data und Cloud mit offenen Behördendaten (Open Government Data, OGD) und Linked Open Data, um verschiedenste Anwendungen zu ermöglichen. So können Dienstleistungen der Stadt oder auch von Dritten der Öffentlichkeit oder Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Hilfe bei Grossveranstaltungen

Davon kann beispielsweise während Grossveranstaltungen profitiert werden: In welche Richtung bewegen sich Besucherströmen? Wie wurde der öffentliche Verkehr auf die aktuelle Situation angepasst? Wie wird auf Gefahrensituationen, Unfälle, Wettersituationen etc. reagiert? Die praktische Relevanz dieser Plattform wird in Zusammenarbeit mit mehreren Städten überprüft, welche bereits Erfahrungen im Open Data Bereich haben. In Europa sind dies Amsterdam, Murcia und Zürich, in Japan Sapporo, Tokyo und Yokosuka.

Das Projekt mit einer Laufzeit von 2.5 Jahren wird in Europa von der Berner Fachhochschule, und in Japan vom YRP Ubiquituous Networking Laboratory koordiniert.

Der europäische Koordinator, Stephan Haller, vom Fachbereich Wirtschaft der Berner Fachhochschule (einem Partner des Kommunalmagazins), sieht folgende Vorteile in der Plattform: «Sie trägt viel zur städtischen Innovation bei und stärkt die Standortattraktivität der Stadt. Wenn offenen Daten verfügbar gemacht werden, zieht das Unternehmen an. Ausserdem erlaubt es die Plattform, den Bürgern die Kontrolle über die eigenen Daten zu gewinnen und zu bestimmen, wer diese wie verwenden darf.» (mgt/aes)

Weitere Infos hier (Englisch)