Baubewilligungsboom in Kleingemeinden

Baubewilligungsboom in Kleingemeinden

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Teaserbild-Quelle: Bild: Archiv baublatt


 
Neu bewilligt wurden von September bis Dezember 22 260 Wohnungen und damit 71 Prozent mehr als im Vorjahr. Markante Zunahmen zeigten sich dabei in den Gemeinden mit bis zu 2000 Einwohnern, wie das Bundesamt für Statistik ausweist. Die Baubewilligungen wuchsen dort um nicht weniger als 208 Prozent. Der Grund für diese Zunahme dürfte in der angenommenen Zweitwohnungsinitative zu finden sein. In Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern nahm die Zahl der Baubewilligungen um 80 und in Kommunen mit 5000 bis 10 000 Leuten um 74 Prozent zu.

Basel boomt, Bern stockt

Demgegenüber wuchsen die Baubewilligungen in den Agglomerationen der fünf grössten Städte um 15 Prozent. Wachstumstreiber waren die Agglomerationen Basel (+89 Prozent), Lausanne (+80 Prozent) und Genf (+26 Prozent). In Bern sank die Zahl neubewilligter Wohnungen um 67 und in Zürich um 2 Prozent. Im Gesamtjahr resultierte landesweit eine Zunahme der bewilligten Wohnbauten um 17,5 Prozent.
 
Die Zahl der neu erstellten Wohnungen schrumpfte im Gesamtjahr um 5 Prozent. Wachstum gab es einzig in den Gemeinden mit bis zu 2000 Einwohnern. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte betrug der Rücklauf insgesamt 9 Prozent. Einzig Genf mit 37 und Basel mit 9 Prozent zählten mehr neu erstellte Wohnungen als 2011. Bei den im Schlussquartal neu gebauten Wohnungen waren in Gemeinden unter 2000 und über 5000 Einwohnern Rückgänge zwischen 8 und 35 Prozent festzustellen. In Gemeinden von 2001 bis 5000 Einwohnern registrierte das Amt dagegen einen Zuwachs um 5 Prozent.
 
In den fünf grössten Agglomerationen nahm die Zahl der neuen Wohnungen im Schlussquartal um 4 Prozent ab. Besonders stark war der Rückgang mit 37 Prozent in Bern und 12 Prozent in Zürich. Lausanne hingegen legte um 41, Genf um 289 und Basel um 8 Prozent zu. (sda/aes)