Österreichisches Schulhaus für nachhaltige Architektur ausgezeichnet

Österreichisches Schulhaus für nachhaltige Architektur ausgezeichnet

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Teaserbild-Quelle: Albrecht Schnabel

Bestnoten für ein Schulgebäude im vorarlbergischen Brand: Das Schulhaus aus der Feder der Arge Spagolla Zottele Mallin ist mit dem Architekturpreis «Constructive Alps» ausgezeichnet worden.

«Die Innenräume zeigen Vorarlberger Holzbaukunst in ihrer ganzen Pracht: sägeroher Parkettboden und Massivholzeinbauten, selbst die Lüftungsschächte sind aus Holz», lobte die Jury, als deren Präsident Hochparterre-Chefredaktor Köbi Gantenbein amtete. Positiv bewertete die Jury zudem, dass das schräge Pultdach auf die traditionell gebauten Nachbarhäuser Bezug nimmt. Zudem beweist der Bau laut Jury, «dass umfassende Nachhaltigkeit am Bau möglich und bezahlbar ist.» Die Schule erhielt rekordhohe 976 von 1000 möglichen Punkten im Vorarlberger Kommunalausweis, der die Nachhaltigkeit bewertet. .

Mit dem internationalen Preis prämieren das schweizerische Bundesamt für Raumentwicklung und das Amt für Umwelt des Fürstentums Liechtenstein alle zwei Jahre besonders nachhaltige Neubau- und Sanierungsprojekte im Alpenraum. Die Schweiz und Liechtenstein wollen damit einen Beitrag zur Umsetzung der Alpenkonvention und des Klimaaktionsplans leisten. Heuer sind 261 Projekte eingereicht worden. Davon erhielten neben dem Schulhaus in Brand zehn Projekte Auszeichnungen oder eine Anerkennung.

Käsen und einkaufen

Mit einem zweiten Preis wurden zwei Projekte ausgezeichnet: Die Schaukäserei «Kasab’n» im kärnterischen Rantenthein. Hier wurden Holz für Fassade und Boden von den Bauern selbst gestellt, während sich die Architekten des Büros Hohengasser/Wirnsberger auch um Details wie das Design der Butterdose kümmerten. Ebenfalls geehrt wurde der «Mpreis»-Supermarkt in St. Martin bei Salzburg. Dabei handelt es sich um einen flachen, zurückgesetzten Bau, der beinahe mit der Umgebung zu verschmelzen scheint und auch sozialer Treffpunkt dient. Der dritte Preis ging an an das Gemeindezentrum von Clatron im Trentino (Italien), das nach einem Entwurf Mirko Franzoso erstellt worden ist.

Von den Annerkennungspreisen gingen vier in die Schweiz an das Bundesstrafgericht in Bellinzona (Bearth & Deplazes Architekten / Durisch + Nolli Architetti), an die SAC-Hütte Cabane Rambert in Leytron VS (Bonnard Woeffreay Architectes), an die Raiffeisen Arena Crap Gries in Schluein GR (Georg Krähenbühl und Jan Berni) sowie an die Alphütte Glivers in Surrein GR (Gujan + Pally Architekten AG).

Ebenfalls Anerkunnungen erhielten die Sanierung der Propstei St. Gerold im Vorarlberg (Architekten Hermann Kaufmann ZT GmbH) sowie das neue Tourismuszentrum Lac d’Aiguebelette in Nances in den Savoyen (Frankreich, Fabriques Architectures Paysages). (mai/mgt)

 

Ausstellungstipp: Constructive Alps bis 25. Februar im Alpinen Museum Bern
Die Schau im Alpinen Museum in Bern stellt die einzelnen Projekte vor. Dabei geht es nicht nur um die prämierten Bauten, sondern auch um jene die lediglich nominiert worden sind.
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