Basel startet Versuch mit mobilen Pissoirhäuschen

Basel startet Versuch mit mobilen Pissoirhäuschen

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Teaserbild-Quelle: Bild: Dieter Poschmann/pixelio.de

Die leidige Unsitte des wilden Urinierens in dunkle Ecken des öffentlichen Raums und in Grünanlagen, insbesondere nach feucht-fröhlichen Gelagen, wird in Basel in zunehmendem Masse zu einem Problem, wie das Tiefbauamt Basel-Stadt mitteilt. Klagen von Anwohnern, Hausbesitzern und Restaurants über das Wildurinieren würden sich in der Stadt häufen. Die Anwohnerschaft am Kleinbasler Rheinufer, Restaurants auf beiden Seiten der Barfüsserkirche, das Historische Museum, die Basler Theater leiden besonders unter dieser Situation. Das Tiefbauamt startet deshalb ab sofort einen Versuch mit mobilen Pissoirs, die an verschiedenen besonders belasteten Orten in der Stadt aufgestellt werden.

Zielsetzung dieses Versuchs ist, abzuklären, ob durch ein zusätzliches Pissoir-Angebot das Wildurinieren massgeblich reduziert werden kann. Im Herbst werden die Ergebnisse ausgewertet. Gestützt auf die dannzumal vorliegenden Fakten wird entschieden, wie es im nächsten Jahr weitergehen soll.

Pissoirs der Bundesfeier

Die für den Pilotversuch ausgewählten Standorte (Oberer Rheinweg, Barfüsserplatz, ein Platz in der De Wette-Strasse sowie der Theaterplatz) sind Versuchsstandorte. Mit dieser Standortwahl werde keinerlei Präjudiz für die folgenden Jahre oder allenfalls definitive Standorte geschaffen. Insgesamt werden für den Versuch drei Pissoirhäuschen eingesetzt, welche bisher an der Bundesfeier im Einsatz standen. Es handelt sich um Kunststoffgehäuse ohne gestalterischen Anspruch, die flexibel, je nach Bedarf und Akzeptanz, eingesetzt werden können. Eine allfällige definitive Lösung hätte höheren gestalterischen Ansprüchen zu genügen und die Suche nach geeigneten Standorten im historischen Umfeld der Altstadt werde anspruchsvoll sein, heisst es weiter.

Aufgrund des Tankinhalts kann bei der Leerung jeweils abgeschätzt werden, wie viele Benutzer die Pissoirhäuschen benutzten. Gleichzeitig wird im Umfeld der Standorte auch eine Wirkungskontrolle darüber unternommen, ob die unappetitlichen Auswirkungen des Wildurinierens mit dem zusätzlichen Angebot spürbar reduziert werden. (aes/mgt)