Arbeitssicherheit: Nichts ist wichtiger als das Leben

Arbeitssicherheit: Nichts ist wichtiger als das Leben

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Teaserbild-Quelle: Claudia Bertoldi

Auf der Baustelle, im Werkhof oder beim Materialverlad, ja selbst im Büro lauern Gefahren auf die Mitarbeiter. Für jeden Berufszweig bestehen bezüglich Arbeitssicherheit unterschiedliche Anforderungen. Die Fachmesse «ArbeitsSicherheit Schweiz» gab einen branchenübergreifenden Überblick zu vorbeugenden Massnahmen.

Jede Stunde verunfallen schweiz­weit rund 100 Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Im Jahr 2014 wurden laut Suva 250'000 Arbeitsunfälle regis­triert. Viele Betroffene werden invalid und müssen mit körperlichen Einschrän­kungen leben. Noch gravierender ist, dass fast jeden zweiten Tag in der Schweiz ein Mensch am Arbeitsort sein Leben verliert. Auch wenn den Sicher­heitsverantwortlichen die Investitionen in neue Ausrüstungen oder Sicherheits- und Präventionskurse oft zu hoch er­scheinen, stehen sie in keinerlei Relation zu den Folgen von Schadensfällen. Denn die schweren menschlichen Schicksals­schläge bringen auch enorme Folgekosten mit sich.

Vermehrt Fokus auf Prävention

Die Sicherheit und der Gesundheits­schutz am Arbeitsplatz gehören zu den grundlegenden Aufgaben jedes Unter­nehmens. Drei Tage widmeten sich Ar­beitssicherheitsexperten, Gesundheitsmanager und Gefahrengutbeauftragte auf der siebten Ausgabe der Sicher­heitsmesse in Bern dem umfangreichen Thema. Über 130 Aussteller präsentier­ten ihre Produkte und Dienstleistungen. Fachvorträge und Vorführungen ergänz­ten das Programm, das verstärkt auf Prävention und Hilfeleistung ausgerich­tet war.

Durch Sicherheitsmassnahmen, wie das Tragen von Schutzkleidung, die Ab­sicherung von Gefahrenstellen, beson­dere Vorkehrungen zur Einhaltung zu­lässiger Grenzwerte oder den Einsatz technischer Hilfsmittel, kann das Risiko gemindert werden. Dies reicht aber nicht aus. Die Arbeitgeber müssen die Voraussetzungen schaffen und dafür sorgen, dass die Vorschriften an den Arbeitsplätzen auch eingehalten wer­den. Das verlangt eine regelmässige Kontrolle am Arbeitsort. Und auch der Arbeitnehmer ist in die Pflicht zu neh­men. «Es ist wichtig, dass jeder die lebenswichtigen Regeln kennt und sie vor allem auch anwendet», betont Er­win von Moss-Weibel von der Abteilung Arbeitssicherheit der Suva. Dazu die­nen regelmässige Schulungen. (...)

Quelle: 
boerding messe/Youtube

Autoren

Claudia Bertoldi
Redaktorin Baublatt

Ihre Spezialgebiete sind Architektur- und Technikthemen.